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Block 1
1. Umweltmedizinische Anamnese durch den (Zahn)Arzt
1.1. Unterlagen und Informationen, die der Zahnarzt vom behandelnden Umweltmediziner erhalten sollte (optimale Situation), gewonnen nach der Systematik umweltmedizinischer Laboranalysen
1.2. Die umweltmedizinische Spezialanamnese mit den interrogativen Schwerpunkten: Wohnumfeld; Arbeits- /Ausbildungsumfeld; Dentale Ersatzwerkstoffe; Freizeitgewohnheiten, Genussmittelkonsum, andere Fremdkörperkontakte (Tätowierungen, Osteosynthese u .ä.)
1.3. Erfragung von diesbezüglichen Risikopotentialen des Patienten (Fragebogen-Erörterung)
1.4. Ableitung diagnostischer und therapeutischer Konsequenzen aus den in der Anamnese gewonnenen Informationen.
2. Immunologische Grundlagen
2.1 Aufgaben des Immunsystems
2.2 Zelluläre und humorale „Akteure“ des Immunsystems
2.3 Entzündung - Januskopf der Immunabwehr
2.4 Immunologie der Mundhöhle
2.5 Zahnärztliche Materialien als Antigene
2.6 Allergien und Unverträglichkeitsreaktionen (Typ I, Typ IV)
2.7 Epidermale versus endogener Antigenpräsentation (Besprechung der Probleme des Epikutantest)
2.8 Effekte auf Mastzellen und die Induktion von Pseudoallergien
2.9 Granulomatöse Intoleranzreaktionen
2.10 Die strukturelle Änderung durch dentale Werkstoffe
2.11 Mechanismen der Autoimmunität
2.12 Inflammation durch zahnärztliche Materialien
2.13 Immunologische Reaktionen am Endothel
2.14 Die Beeinflussung der systemischen Immunabwehr durch Dentalersatzmaterialien
Block 2
3. Einflüsse von Zahnersatzmaterialien auf den Organismus
3.1. Zahnärztliche Materialien als chronisch subtoxische Belastung des Organismus
3.2. lokale Gesundheitsstörungen durch Zahnmaterialien (Mundhöhle,Schleimhäute)
3.3. regionale Gesundheitsstörungen (Schleimhautareale, Nasen-Nebenhöhlen, Larynx, Pharynx, Bronchien, Ösophagus, Magen-Darm-Trakt)
3.4. systemische Gesundheitsstörungen
3.4.1. Störungen des Immunsystems
3.4.2. Chronische Schmerzzustände
3.4.3. Endokrine Krankheitsbilder
3.4.4. Kardiovaskuläre Symptome
3.4.5. Neurologische Störungen
3.4.6. Psychologisch – psychiatrische Störungen
3.5. Metabolische Einflüsse von zahnärztlichen Werkstoffen
3.5.1. Die Einflüsse von zahnärztlichen Werkstoffen auf Membranen
3.5.1.1. Die Schädigung von Rezeptoren
3.5.1.2. Die Schädigung von Mitochondrien
3.5.1.3. Schädigung der Blut-Hirnschrankenfunktion als häufig auftretende zusätzliche pathogene Komponente bei Exposition zu neurotoxischen Schadstoffen
3.5.2. Endokrine Effekte zahnärztlicher Werkstoffe
3.5.2.1. Effekte auf die Hypophyse
3.5.2.2. Auswirkungen auf den Hypothalamus
3.5.2.3. Die hormonelle Wirkung der Acrylate
3.5.2.4. Die hormonelle Wirkung der Phthalate
4. Systematik umweltmedizinischer Laboranalytik
4.1 Biomonitoring = Messung von Schad- / Reizstoffen bzw. deren Metaboliten in verschiedenen Körpermedien.
4.2. Biologisches Effektmonitoring = Messung biologischer Effekte auf exponierte Personen, wie z. B. verschiedene Sensibilisierungsreaktionen, in vitro induzierte Zytokinsynthese, etc.
4.2.1. Vorstellung der Laborverfahren zum Nachweis von Sensibilisierungen
4.2.2. Typ IV-Allergie: Lymphozytentransformationstest (LTT, MELISA, ähnliche Verfahren)
4.2.3. Typ I-Allergie: Basophilen-Degranulationstest (BDT, CAST, ähnliche Verfahren)
4.2.4. Biologisches Effektmonitoring (in vitro-induzierte Zytokinsynthese, TH 1 /TH2)
4.3. Suszeptibilitätsmonitoring = Messung von individuellen Dispositionen gegenüberdefinierten Schad- / und Reizstoffen, wie z.B. genetische Polymorphismen derPhasen I und II des humanen Detoxifikationssystems, wie z B. Toxikokinetik,Störungen der BHS-Funktion u.a.
Block 3
5. Chronische Infektionen als Ursache systemischer Entzündungsreaktionen
5.1. Granulome und „Herdgeschehen“
5.2. Management chronischer Entzündungsreaktionen ausgelöst durch zahnärztliche Werkstoffe
5.3. Darstellung des interdisziplinären Charakters an Hand von ausgewählten umweltmedizinischen Krankheitsbildern
6. Parodontologie
6.1. Parodontitis – eine systemische Entzündungserkrankung
6.2. Umweltmedizin ische Aspekte bei der Parodontitis
6.3. Interdisziplinäre Behandlungskonzepte der Parodontitis
7. Wechselwirkungen zwischen zahnärztlichen und physiologischen Stoffen
7.1. Mechanismen toxischer Kombinationswirkungen: Interaktionen dentaler und anderweitiger Fremdstoffe
7.2. Die Bedeutung gleichzeitiger, meist dauerhafter multipler Schad- / Reiz-Expositionen
8. Besonderheiten ausgewählter Dentalersatzstoffe aus umweltmedizinischer Sicht
8.1 Metall-Legierungen
8.2 Kunststoffmaterialien
8.3 Wurzelfüllmaterialien Keramiken
8.4 Zahnärztliche Hilfsstoffe
9. Besonderheiten ausgewählter Dentalwerkstoffe aus werkstoffkundlicher Sicht
9.1. Einführung in Materialkunde dentaler Werkstoffe
9.2 Werkstoffkunde unter umweltmedizinischem Aspekt
9.3 Einführung in wichtige Arbeitsvorgänge im Dental-Labor
9.3.1 Gussqualität bei Metalllegierungen
9.3.2 Polymerisationsgrad bei Kunststoffen
9.3.3 „Pitfalls“ im Dentallabor
Spezialanalysen dentaler Werkstoffe (z B Nachprüfen von Legierungsbestandteilen von Metall Legierungen u.a.)
Block 4
10. Bildgebende Diagnostik
11. Koordinierte Maßnahmen zur Gesundung der Patienten der Fachbereiche Zahn-und UmweltMedizin
11.1. Materialauswahl bei umweltmedizinischen Problempatienten
11.2. Ermittlung einer Prioritätenfolge bei der Expositionsvermeidung
11.3. Therapeutische Maßnahmen (z.B. Unterstützung humaner Detoxikationsvorgänge der Phasen I und II, medikamentöse Therapie, z B Supplementierung von Mineralstoffen bei entsprechenden Mängeln, etc)
11.4. Risikomanagement bei nachgewiesenen Intoleranzen gegenüberDentalwerkstoffen
11.5. Risikomanagement bei Patienten mit ausgeprägten Umwelterkrankungen, wie z.B. Multiple Schadstoff-Sensitivität (MCS) und/oder Chronisches Erschöpfungssyndrom (CFS)
12. Schadstoffreduzierte Praxis
12.1. Hinweise für die Konzeptumsetzung
12.2. Die schadstofffreie Praxis als Marketingkonzept
13. Qualitätssicherung in der Umweltmedizin/ Umwelt-ZahnMedizin
14. Prüfung
Es wird eine schriftliche Prüfung nach dem multiple-choice-Verfahren durchgeführt. Die vorgegebenen Fragen zu den einzelnen Veranstaltungsblöcken werden abgefragt. Der Zeitablauf beträgt 2 Stunden. Diese Zeit darf nicht überschritten werden. Nach der schriftlichen Prüfung findet ein kollegiales Kleingruppengespräch mit den Prüfungsteilnehmern statt. Das Curriculum wird mit 79 Fortbildungspunkten bewertet.


