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GZM-Zahnärztetag auf der Medizinischen Woche in Baden Baden
30. Oktober 2010

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Curriculum Systemische (ganzheitlich orientierte) Kieferorthopädie (SKFO)

Über die SKFO und speziell bei der Bionator-Methode erregen sich gern die Gemüter. Während sie von eingeschworenen Anhängern als Allheilmittel idealisiert wird, bestreiten erbitterte Gegner ihre Tauglichkeit. Aber die Frage ist doch nicht: Was kann oder was „macht“ das Gerät, sondern was kann und macht der Behandler, damit gerade dieser Patient mit gerade diesem Gerät gerade so reagiert? Das Gerät kann und soll überhaupt keinen Zahn aktiv bewegen. Vielmehr steuert (führt, stützt und stimuliert) es die Mundbewegungen. Dadurch normalisiert sich besonders der Saug- und Schluckvorgang. Die so geordneten Mundbewegungen führen wiederum zu geordneten Verhältnissen in der Zahnstellung und Kieferform. Dabei gilt es, die oft vergessenen und unterschätzten Kräfte der Selbstregulation zu mobilisieren. Anders als bei der aktiven Wirkung mechanischer Apparate geht es hier um das reaktive Verhalten des Trägers. In ihm allein liegen die vielfach ungenutzten Heilungschancen. Je mehr der Behandler es versteht, diese natürlichen „Ressourcen“ der Selbstheilung zu nutzen und ggf. mit mechanisch aktivierbaren Mitteln (Platten, Crozat, Multibrackets u. a.) sowie mit Übungen der „Neurofunktionellen Reorganisation nach PADOVAN“ zu kombinieren, desto größer und dauerhafter ist der Erfolg.

Der Patient wird jedoch zum Verlierer, wenn Phantasten oder Puristen- und die gibt es unter den „Bios“ genauso wie bei den „Multis“- am Werk sind. Ganzheitlich orientiert will doch heißen, andere Methoden und Begleittherapien (auch die Osteopathie, Logopädie, Physiotherapie u. a.) nicht aus, sondern einzuschließen, nicht weniger sondern mehr Rücksicht auf die biologische Integrität (auch d. Zahnzahl) des Menschen zu nehmen. Das Ziel ist nicht nur die ´Zahnregulierung´ per se, sondern die Regulation sensomotorischer und psychomentaler Vorgänge bei den Mundfunktionen: Der Patient soll nicht nur gut aussehen, sondern auch optimal abbeißen, kauen, schlucken, atmen und sprechen können. Gesund beginnt im Mund. Auf dem Spiel steht die Kindesentwicklung, das Wachstum, die Reifung, Aufrichtung und die Regeneration des Ganzen, auch des erwachsenen Menschen. Sie ist auf intakte Mundfunktionen und d. h. auf eben diese respiratorischen (Nasenatmung/Zellatmung), motorischen (Kiefer-/Körperbewegung) und metabolischen (Nahrungsaufnahme/Stoffwechsel) Grundfunktionen angewiesen.

Der Systemtheorie zufolge lassen sich Teilfunktionen, wie z. B. die des Zahn-, Mund- und Kieferbereiches nicht aus sich selbst heraus, sondern nur in der Vernetztheit des Gesamtsystems „Mensch“ begreifen und behandeln.

Daher können die Heilprinzipien der SKFO ohne fundierte Kenntnisse von der Biologie und der Funktionalität des menschlichen Organismus und seines Wesens kaum vermittelt werden. Aus der Praxis für die Praxis soll mit anschaulichem Bildmaterial, vorbereiteten Geräten und Beispielen demonstriert, praktiziert und diskutiert werden, wie lebendig und umfassend Kieferorthopädie sein kann.

 Ihr  Dr. Hubertus von Treuenfels

Seminarleiter

Termine 2011 - in Bad Neuenahr

Block 1  - 18. bis 19. Februar 2011

Block 2  - 11. bis 12. März  2011

Block 3  - 08. bis 09. April 2011

Block 4  - 13. bis 14. Mai 2011

Block 5  - 24. bis 25. Juni 2011

Weiter Informationen zur Ganzheitlichen Kieferorthopädie finden Sie hier!